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Die GlĂŒcksritter (Film)
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Die GlĂŒcksritter ist ein US-amerikanischer Spielfilm mit Dan Aykroyd und Eddie Murphy in den Hauptrollen. Der Film basiert lose auf Motiven des Romans Der Prinz und der Bettelknabe sowie auf der Kurzgeschichte The Million Pound Bank Note des US-amerikanischen Schriftstellers Mark Twain. Er startete am 8. Juni 1983 in den US-Kinos und war ein kĂŒnstlerischer sowie kommerzieller Erfolg. Der Originaltitel Trading Places ist ein Wortspiel: Er bedeutet einerseits ‚HandelsplĂ€tze‘ – die Warenterminbörse spielt eine wichtige Rolle –, andererseits ‚die PlĂ€tze tauschen‘, was mit den beiden Helden des Films geschieht.

Contents

‱ Handlung
‱ Kritik
‱ Weblinks

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Handlung

Louis Winthorpe III ist der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Duke & Duke Commodities Brokers, dem Unternehmen der millionenschweren BrĂŒder Randolph und Mortimer Duke, das WarentermingeschĂ€fte betreibt und vermittelt. Er wohnt in einem vornehmen Reihenhaus in Philadelphia und hat einen Butler namens Coleman, der ihn umsorgt, ist mit Penelope, der Nichte der Duke-BrĂŒder, verlobt und verkehrt in den besten Kreisen. Der Gauner Billy Ray Valentine schlĂ€gt sich derweil mit Betteln durchs Leben, indem er vorgibt, im Vietnam-Krieg Beine und Augenlicht verloren zu haben. Eines Tages treffen beide zufĂ€llig aufeinander, als Billy Ray vor einer Polizeikontrolle flieht und dabei Louis umrennt, der gerade aus dem „Heritage Club“ kommt. Es kommt zu einem Gerangel, und Billy Ray wird irrtĂŒmlich beschuldigt, Louis ausrauben zu wollen, worauf Billy Ray ins GefĂ€ngnis gesteckt wird.

Die Duke-BrĂŒder schließen unterdessen aus einer Laune heraus untereinander eine Wette ab ĂŒber die Frage, ob das Verhalten des Menschen mehr von seiner Umwelt oder seinen Genen bestimmt wird. Dies wollen sie in einem Experiment klĂ€ren. Sie beschließen, die Rollen von Billy Ray und Louis zu tauschen und zu prĂŒfen, ob diese sich ihrem neuen Umfeld anpassen werden. Dazu beauftragen sie ihren Handlanger Clarence Beeks, der Louis am nĂ€chsten Tag im Heritage Club ein markiertes GeldbĂŒndel unterschiebt und ihn vor den anwesenden Clubmitgliedern als Dieb ĂŒberfĂŒhrt, worauf Louis verhaftet wird. Die Dukes sorgen außerdem dafĂŒr, dass ihm die Unterschlagung von Firmengeldern sowie Drogenhandel angehĂ€ngt werden. Billy Ray wird inzwischen von den Duke-BrĂŒdern gegen Kaution aus dem GefĂ€ngnis geholt und in das Haus von Louis gebracht unter dem Vorwand, sie wollten ihn zum neuen Manager des Unternehmens aufbauen. Billy Ray nimmt das Angebot an, braucht jedoch einige Zeit, um sein GlĂŒck fassen zu können.

Als Louis anderntags von Penelope aus dem GefĂ€ngnis abgeholt wird, sorgt Beeks dafĂŒr, dass die Prostituierte Ophelia auf Louis zugeht, ihn kĂŒsst und fragt, ob er wieder Drogen fĂŒr sie habe. Trotz Louis’ Unschuldsbeteuerungen ist Penelope außer sich und verlĂ€sst ihn. Da Louis’ Bankkonten gesperrt sind, seine Freunde ihn zurĂŒckweisen und sein Butler Coleman leugnet, ihn zu kennen, nimmt Ophelia den am Boden zerstörten Louis mit zu sich nach Hause. In der Zwischenzeit entwickelt sich Billy Ray zu einem fĂ€higen Manager, der das GeschĂ€ft der Dukes mit dem eines Buchmachers vergleicht. Er kann schnell die ersten Erfolge verzeichnen und genießt das Leben im Reichtum. Louis hingegen sinnt auf Rache und versucht, als Weihnachtsmann verkleidet bei der firmeninternen Weihnachtsfeier Billy Ray Drogen unterzuschieben, doch das Vorhaben misslingt. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch mit einer Pistole kehrt er in die Wohnung von Ophelia zurĂŒck und schluckt Tabletten, um sich das Leben zu nehmen.

WĂ€hrenddessen wird Billy Ray zufĂ€llig und unbemerkt Zeuge eines GesprĂ€chs der Duke-BrĂŒder ĂŒber ihre Wette. Sie konstatieren, dass das Experiment funktioniert habe, da Louis am Ende und Billy Ray erfolgreich sei. Mortimer bezahlt seinem Bruder den Wetteinsatz von einem Dollar und sie beschließen, sowohl Louis als auch Billy Ray loszuwerden. Der eilt daraufhin zu Ophelias Wohnung, um alles aufzuklĂ€ren. Dort findet er den bereits bewusstlosen Louis und ruft einen Arzt, der Louis das Leben rettet.

Billy Ray, Coleman und Ophelia klĂ€ren Louis ĂŒber die Wette auf. Gemeinsam beschließen sie, sich an den Dukes zu rĂ€chen. Sie finden heraus, dass Beeks den Duke-BrĂŒdern einen bevorstehenden Bericht vor dessen offizieller Veröffentlichung liefern soll. Dieser vom Landwirtschaftsministerium beauftragte Bericht enthĂ€lt zur erwarteten Orangenernte eine Prognose, die sich auf den Börsenpreis von gefrorenem Orangensaftkonzentrat auswirken wird. Ein Plan der Vier, Beeks' Koffer mit dem Erntebericht auf einer Zugfahrt zu vertauschen, wird von diesem bemerkt. Mit GlĂŒck setzen sie ihn außer Gefecht und stecken ihn mit verklebtem Mund in einem Gorilla-KostĂŒm in den KĂ€fig eines Gorilla-MĂ€nnchens, das zur Auswilderung unterwegs nach Afrika ist.

Louis und Billy Ray arrangieren eine geheime Übergabe des gefĂ€lschten Ernteberichts an die Duke-BrĂŒder. Dann sammeln sie alles verfĂŒgbare Geld, unter anderem die Ersparnisse von Ophelia und Coleman. An der Warenterminbörse New York Cotton Exchange im World Trade Center kommt es zum Showdown. Louis und Billy Ray mischen sich im Handelsbereich fĂŒr Orangensaftkonzentrat als Börsenmakler unter die Menge. Bevor die Börse öffnet, beauftragen die Duke-BrĂŒder im Glauben an eine schlechte Orangenernte ihren Makler, Orangensaftkonzentrat aufzukaufen, auch bei steigenden Preisen. Dies bemerken andere Makler und kaufen ebenfalls, was den Preis nach oben treibt. Louis und Billy Ray hingegen tĂ€tigen LeerverkĂ€ufe an die Kaufwilligen. Zur Verwunderung der Dukes fĂ€llt der Preis zurĂŒck auf das Anfangsniveau. Als der Landwirtschaftsminister den echten Bericht vorstellt, der eine gute Orangenernte verheißt, verfĂ€llt der Preis des Orangensaftkonzentrats. Der Makler der Dukes schafft es bis Handelsschluss nicht mehr, die vorher aufgekauften Mengen zu verkaufen, wĂ€hrend Louis und Billy Ray ihre offenen Handelspositionen zu gĂŒnstigen Preisen ausgleichen und ein Vermögen machen. Beide erzĂ€hlen den Dukes, dass sie gewettet haben, sie selbst könnten nicht steinreich werden, ohne dass die Duke-BrĂŒder gleichzeitig bettelarm wĂŒrden. Der „Verlierer“ Louis zahlt den „Wetteinsatz“ von einem Dollar an Billy Ray. Die Dukes haben 394 Millionen Dollar verloren und sind ruiniert. Ihre Börsensitze werden verkauft und ihre BesitztĂŒmer gepfĂ€ndet, worauf Randolph einen Herzinfarkt erleidet.

Louis und Ophelia finden zueinander und genießen mit Billy Ray und Coleman ihren neu erworbenen Reichtum am Strand in der Karibik, wĂ€hrend Beeks mit dem Gorilla-MĂ€nnchen nach Afrika eingeschifft wird.

Entstehung und Veröffentlichung

| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher [ 1 ] |
|---|---|---|
| Louis Winthorpe III | Dan Aykroyd | Thomas Danneberg |
| Billy Ray Valentine | Eddie Murphy | Randolf Kronberg |
| Randolph Duke | Ralph Bellamy | GĂŒnther Sauer |
| Mortimer Duke | Don Ameche | Harald Leipnitz |
| Ophelia | Jamie Lee Curtis | Katharina Lopinski |
| Butler Coleman | Denholm Elliott | Mogens von Gadow |
| Clarence Beeks | Paul Gleason | Fred Klaus |
| Penelope Witherspoon | Kristin Holby | Uschi Wolff |
| Demitri | Barry Dennen | Michael Habeck |

UrsprĂŒnglicher Arbeitstitel des Films war Black or White, der jedoch Regisseur John Landis nicht gefiel. Schließlich kam Produzent George Folsey junior die Idee, ihm den Titel Trading Places zu geben.cite-ref-2[2] In kleinen Nebenrollen sind Frank Oz als korrupter Polizeibeamter, James Belushi als PartygĂ€nger in Gorilla-Verkleidung und Kelly Curtis – Schwester von Jamie Lee Curtis (Ophelia) – als Penelopes Freundin zu sehen. Gastauftritte hatten auch Al Franken und Bo Diddley. Die Eröffnungsszene wird mit der OuvertĂŒre von Le nozze di Figaro unterlegt.cite-ref-3[3]

Die Synchronisation wurde von der Synchronfirma Cine Adaption, MĂŒnchen erstellt, wobei JĂŒrgen Clause fĂŒr das Dialogbuch und die Dialogregie verantwortlich war.cite-ref-synchro-1-1[1] GegenĂŒber einem geschĂ€tzten Budget von 15 Mio. US-Dollar spielte Die GlĂŒcksritter rund 90 Mio. US-Dollar ein und stand damit auf Rang 4 der umsatzstĂ€rksten US-Filme des Jahres.cite-ref-4[4] Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Einnahmen von etwa 283 Mio. US-Dollar.

Kritik

Die GlĂŒcksritter erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes grĂ¶ĂŸtenteils positive Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als „Verbrieft Frisch“ ein.cite-ref-rotten-tomatoes-5-1[5] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „GrundsĂ€tzlich Wohlwollend“ aus.cite-ref-metacritic-6-1[6]

„Turbulente Komödie nach klassischem Hollywoodmuster, die ihr sozialkritisches Interesse bisweilen etwas vordergrĂŒndig und klamottenhaft vermittelt, aber grĂ¶ĂŸtenteils durch Tempo, ungebrochene Spielfreude und anarchischen Witz gut unterhĂ€lt.“

–

Lexikon des internationalen Films

Bei Moviesection lobt Thomas Ays die Hauptdarsteller und meint:

„Mit Die GlĂŒcksritter erzĂ€hlt [Regisseur John Landis] eine Geschichte, die von Timothy Harris und Herschel Weingrod nicht nur kreativ geschrieben, sondern auch eine Idee umsetzt, die nur als höchst kreativ und originell bezeichnet werden muss. Diese Handlung ist schlicht genial und wurde zudem eindrucksvoll umgesetzt.“

–

Thomas Ays

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Moviesection

„Die GlĂŒcksritter ist eine Komödie, die vollkommen auf Slapstick verzichtet, stattdessen werden hier bissige SprĂŒche aneinandergereiht, die bis heute nichts an ihrem Reiz und ihrer Wirkung verloren haben, selbst die deutsche Synchro ist in diesem Fall durchaus gelungen.“

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Stefan Retro

:

Retro-Film

„Die von Mark Twains Kurzgeschichte The Million Pound Note inspirierte Komödie von Blues Brothers-Regisseur John Landis ĂŒberzeugt durch ihr konsequent hohes Tempo sowie durch seine beiden ĂŒberzeugenden Hauptdarsteller Dan Aykroyd und Eddie Murphy. Und auch, wenn nicht immer alle Gags zu einhundert Prozent zĂŒnden wollen, macht Die GlĂŒcksritter seine gesamte Spielzeit ĂŒber viel Spaß.“

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Florian Tritsch

:

MovieMaze

Auszeichnungen

Der Film war 1984 in der Kategorie Beste Filmmusik („Best Music, Original Song Score and Its Adaptation or Best Adaptation Score“) fĂŒr den Oscar nominiert.

Denholm Elliott gewann den BAFTA Award als bester Nebendarsteller und Jamie Lee Curtis den als beste Nebendarstellerin, Timothy Harris und Herschel Weingrod waren fĂŒr das beste Originaldrehbuch nominiert. Im Bereich Komödie/Musical waren der Film sowie Eddie Murphy (Kategorie: Bester Hauptdarsteller) fĂŒr einen Golden Globe nominiert.

Bezug zu anderen Filmen

WĂ€hrend Die GlĂŒcksritter durch Mark Twains Kurzgeschichte The Million Pound Note lediglich inspiriert worden ist, setzte Ronald Neame 1953 in Großbritannien unter dem Titel Sein grĂ¶ĂŸter Bluff eine getreuere Verfilmung um: Gregory Peck spielt einen Armen, der von zwei reichen BrĂŒdern wegen einer Wette eine Eine-Million-Pfund-Note bekommt, die er zwar nicht einlösen darf, die aber dennoch dazu fĂŒhrt, dass er plötzlich von der Gesellschaft geachtet wird – nur seines Vermögens wegen.

Das Motiv der Wette zwischen zwei MillionĂ€ren, ob die Gene oder das Milieu fĂŒr Erfolg im Leben ausschlaggebend sind, findet sich auch in einem Kurzfilm der Three Stooges von 1935 mit dem Titel Hoi Polloi.

Die Duke-BrĂŒder haben auch einen Auftritt in John Landis’ Der Prinz aus Zamunda (1988), in dem sie obdachlos am Wegesrand liegen. Der Prinz (Eddie Murphy) schenkt Mortimer ein großes GeldbĂŒndel, worauf dessen Bruder Randolph ruft: „Mortimer, wir sind wieder da!“. In dessen Fortsetzung (2021) wird darauf Bezug genommen, als der uneheliche Sohn des Prinzen sich bei dem Unternehmen „Duke & Duke“ bewirbt, welches durch die Duke-BrĂŒder gegrĂŒndet wurde.

Frank Oz spielt den Polizisten, der bei der Verhaftung von Dan Aykroyd die Bestandsaufnahme von dessen persönlichen GegenstĂ€nden macht. Dieselbe Rolle spielte Frank Oz bereits im Film Blues Brothers von 1980, als er die Bestandsaufnahme der persönlichen GegenstĂ€nde bei der Entlassung von John Belushi macht. In Blues Brothers spielte Dan Aykroyd „Elwood Blues“, den Bruder von „Jake Blues“, gespielt von John Belushi.

Einzelnachweise

cite-note-synchro-11. Die GlĂŒcksritter. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 2. Januar 2018.
cite-note-22. ↑ The Movies That Made Us – Filme: Das waren unsere Kinojahre. Sechzehnteilige Netflix-Dokumentarfilmserie in drei Staffeln. Dritte Staffel, Episode 6: Der Prinz aus Zamunda (48 Min.), 2021. Regie: Brian Volk-Weiss. Autoren: Brian Volk-Weiss und Benjamin J. Frost. Eine Produktion von Netflix und The Nacelle Company, Los Angeles, Kalifornien
cite-note-33. ↑ Die GlĂŒcksritter. Internet Movie Database, abgerufen am 7. September 2014.
cite-note-44. ↑ Trading Places auf Box Office Mojo (englisch)
cite-note-rotten-tomatoes-55. Die GlĂŒcksritter. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 53 Kritiken).
cite-note-metacritic-66. Die GlĂŒcksritter. In: Metacritic. Abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 11 Kritiken).
cite-note-71. Hal Erickson: Die GlĂŒcksritter (Memento vom 16. April 2019 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
cite-note-moviemaze-82. Florian Tritsch: Filmkritik (Memento vom 7. September 2014 im Webarchiv archive.today) bei MovieMaze
cite-note-moviesection-93. Thomas Ays: Die GlĂŒcksritter. In: MovieSection. Archiviert vom Original am 7. September 2014; abgerufen am 9. Juli 2019.
cite-note-104. Die GlĂŒcksritter. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 29. August 2017.
cite-note-115. Stefan Retro: Filmkritik bei retro-film.info, abgerufen am 7. September 2014.

Weblinks

Wikiquote: Die GlĂŒcksritter

– Zitate

‱ Die GlĂŒcksritter bei IMDb
‱ Die GlĂŒcksritter in der Online-Filmdatenbank
‱ Vergleich der Schnittfassungen Sat.1 ab 12 – FSK 16 DVD von Die GlĂŒcksritter bei Schnittberichte.com
‱ Trading Places (1983) – Behind the Scenes auf YouTube, 18. Dezember 2020 (englisch).